einem Durchschnittswert von etwa 10 % aus. Royal Canin Calm deklariert die Feuchtigkeit mit (nur) 8 % und NfE mit 42,3 %. Das heisst, knapp die Hälfte des Futters besteht aus Getreide , wobei in diese Berechnung durchaus auch Bestandteile wie Lignin ( Holzstoffe) miteinfliessen können.

Die eigene Berechnung nach obiger Formel bestätigt den Wert:

Die Trockensubstanz (TS) beträgt hier: 100 %- 8% = 92%

Daher: NfE= 92-25-16-7,2-1,5= 42,3 %

An zweiter Stelle steht:

Geflügelmehl:

Es handelt sich hier nicht etwa um Fleisch in gemahlener Form, sonst müßte es Geflügelfleischmehl heissen, sondern um Nebenprodukte aus der Geflügelschlachtung.

In der Futtermittelverordnung §§ 4,5,13, Anlage 1a wird Geflügelmehl folgendermaßen definiert: „ Erzeugnis, das durch Erhitzen, Trocknen und Mahlen von Nebenprodukten der Geflügelschlachtung gewonnen wird. Es muß, soweit wie technisch möglich, frei von Federn sein."

Daraus folgert dann wohl: wenn technisch nicht möglich, dann können eben auch Federn mitverarbeitet werden. „Nebenprodukte der Geflügelschlachtung" sind weiterhin: Füße, Köpfe, Darminhalt, etc.

Die im Trockenfutter vorkommende Stärke ( = komplexe Kohlenhydratverbindungen) muß durch starkes Erhitzen ( bis 150 Grad Celsius) aufgespalten werden, um überhaupt für den tierischen Organismus verwertbar zu sein. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Durchfall kommen. Ein an Durchfall leidender Hund bekommt also zum Beispiel ein Futter GEGEN Durchfall, welches nicht genügend gegart und erhitzt sein und somit wiederum Durchfall verursachen kann.

Ein künstlich provozierter, fataler Kreislauf!

An dritter Stelle steht Mais:

wiederum eine Kohlenhydratquelle. Die Auflistung der etlichen Getreide einzeln, statt im Gesamten, kann über die tatsächliche Menge hinwegtäuschen und scheint daher gezielt .

Tierfette:

es handelt sich hierbei um feste Fette. Im Gegensatz zu flüssigen Ölen. Tierische Fette per se geben keine Auskunft darüber, ob vom Säugetier oder vom Geflügel stammend. Gewonnen wird es aber durch Pressen der Tierkörper und ihrer „Nebenprodukte". Derart hergestellte Tierfette finden sich auch in der Industrie als Schmiermittel oder in Waschmittel als Tenside .

Hydrolysiertes Eiweiß:

hierbei kann es sich um Gelatine oder um ein Produkt aus der Verarbeitung von ernährungsphysiologisch minderwertigem Bindegewebe aus Schlachtabfallnebenprodukten handeln.

Weizenkleberfutter:

nichts anderes als Gluten ( „Leim"). Gluten ist ein Nebenprodukt der Weizenstärkegewinnung und gilt nebst Weizen selbst mit als Allergieauslöser bei Hunden.

Sojaöl:

aus dieser Angabe ist nicht ersichtlich, ob es sich um Öl aus genmanipuliertem Soja oder solchem aus Raubbau durch Waldrodung handelt. Ist aber wahrscheinlich, denn sonst würde es sicherlich aus vermarktungstechnischen und werbestrategischen Gründen als „Bio" oder dergleichen deklariert oder in den Vordergrund gestellt werden, um das Produkt aufzuwerten. So aber ist es billig auf dem globalen Markt erhältlich. Für den Hund ist Sojaöl einfach nur schlecht verwertbar.

Fructo- Oligosaccharide:

ein Mehrfachzucker (Saccharid) bestehend aus Fructose ( Fruchtzucker, Einfachzucker) . Wird auch eingesetzt als Zuckeraustauschstoff wegen seiner hohen Süßkraft. Soll gegen Stressdurchfall helfen!

Natriumtriphosphat:

wurde bereits im Zusammenhang mit Zahnsteinbildung erwähnt. Natriumtriphosphat findet sich

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